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pte020312019 Forschung/Technologie, Umwelt/Energie |
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Silberionen in Nanopartikeln schützen vor Krankenhaus-Keimen
Keine Chance für Antibiotika-resistente Bakterien auf OP-Instrumenten
Bremen
(pte/12.03.2002/11:14) -
Metallisches Silber soll künftig Patienten vor einem Infektionsrisiko in Krankenhäusern schützen. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM http://www.ifam.fraunhofer.de haben winzige Körnchen aus metallischem Silber in der Form von Nanopartikeln in Polymere eingearbeitet. Aus diesen Kunststoffen können Implantate und Geräte sowie medizinische Instrumente mit eingebauter antibakterieller Wirkung hergestellt werden.
"Silber und Silberverbindungen wurden schon im 19. Jahrhundert zur Behandlung von Brandwunden und zur Desinfektion eingesetzt. Sie sind erst durch den Einsatz von spezifisch wirkenden Antibiotika vom Markt verschwunden", erklärte Michael Wagener vom IFAM. Silberionen in hoher Konzentrationen töten Bakterien ab, die sich auf der Werkstoffoberfäche befinden. Die Körnchen von wenigen millionstel Millimeter werden dabei in verschiedene Standard-Kunststoffe eingearbeitet. Selbst bei niedrigen Konzentrationen sollen sie zu einer guten und lang anhaltenden Wirkung beitragen.
Auf ihrer Oberfläche können sich weder Antibiotika-resistente Bakterien noch andere Keime ansiedeln, so die Forscher. Voraussetzung für die schnelle Analyse wirksamer Werkstoffkombinationen ist eine an der Universität Erlangen-Nürnberg entwickelte Messmethode. In Kooperation mit der aus der Uni ausgegründeten Firma Bio-Gate GmbH werden kundenspezifische Materialentwicklungen angeboten. Die Werkstoffe wurden kürzlich auf der Medtec in Stuttgart präsentiert.
(Ende)
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