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pte050414055 Bildung/Karriere
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Briten werden immer fremdsprachenfauler
Luxemburger führen bei Kenntnissen, Briten bilden Schlusslicht

London (pte/14.04.2005/15:50) - Geht es um die Fähigkeiten fremde Sprachen zu lernen, gehören die Briten nach jüngsten Untersuchungen zum Schlusslicht der EU. Neben dem traurigen Faktum, dass die Zahl derjenigen Inselbewohner, die neben Englisch noch andere Sprachkenntnisse haben, von Haus aus schon gering ist, kommt nun noch hinzu, dass es sogar immer weniger werden, berichtet BBC-Online http://news.bbc.co.uk.

In Luxemburg beispielsweise sprechen 85 Prozent der Einwohner Französisch, in England sind es gerade elf Prozent. Von allen Luxemburgern sprechen aber auch 81 Prozent Deutsch, verglichen mit knapp sechs Prozent in Großbritannien. Experten geben die Schuld an jenem "Falschglauben" der Tatsache, dass Englisch ohnehin von jedem gesprochen wird und eine Insel eben nicht von Nachbarländern mit anderen Staaten umgeben sei. Gerade dieses Faktum sei aber ein Trugschluss, wie Isabella Moore vom National Centre for Learning Languages (cilt) http://www.cilt.org.uk meint. "Die Welt wird kleiner, und wer keine anderen Sprachen beherrscht wird im internationalen Bereich ein armer Spieler sein", so die Expertin. Die Annahme, dass Englischkenntnisse allein ausreichen, sei darüber hinaus arrogant und altmodisch. Zudem führe dies nicht zu guten Geschäften.

In die gleiche Kerbe schlagen britische Jobvermittler wie Office Angels. Für 53 Prozent der Angestellten entscheidet eine zweite Sprache darüber, ob ein Job überhaupt angeboten wird oder nicht, berichtet ein Sprecher. Zu den Sprachen, die am meisten gefragt sind, zählen Französisch, Spanisch, Japanisch, Italienisch und zunehmend auch Chinesisch. "In den vergangenen fünf Jahren gab es eine extrem starke Nachfrage nach Mitarbeitern, die eine weitere oder sogar mehrere Sprachen beherrschen", so Direktor Paul Jacobs.

Die großen Mankos sehen die meisten Experten in der schlechten schulischen Sprachausbildung. Im Vergleich zu den nordischen Ländern Schweden und Norwegen, wo Kinder bereits ab dem siebenten Lebensjahr Fremdsprachen lernen, beginnen in Großbritannien Schüler erst ab elf Jahren mit einer zweiten Sprache. 70 Prozent der befragten Briten gaben zwar an, in der Schule eine Fremdsprache gelernt zu haben, aber durch mangelnde Praxis seien die Kenntnisse quasi verloren gegangen. (Ende)



Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.com
Tel. +43-1-811 40-307



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