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Identitätsdiebstahl durch Password Fishing Attacken
Trickbetrüger bezahlen Kinderporno-Websites aus der Tasche Unschuldiger

Datendiebstahl im Internet
Berlin (pte/26.11.2005/06:35) - Phishing dient zunehmend dem sogenannten Identitätsdiebstahl. Kriminelle nutzen die gewonnenen Daten um ihre eigenen illegalen Geschäfte zu verschleiern, indem sie ihre Identität hinter der anderer existenter Personen verbergen. Das teilte die Wirtschaftsinitiative no abuse in internet (naiin) http://www.naiin.org in Berlin mit. Auch in Österreich nehmen die Password Fishing Attacken zu. Banken und Online-Unternehmen warnen ihre Kunden zwar permanent vor der drohenden Gefahr, doch scheinen immer wieder unvorsichtige oder unwissende Internet-User auf die E-Mails der Trickbetrüger hereinzufallen.

"Uns sind Fälle bekannt geworden, in denen beispielsweise kinderpornografische Websites auf Namen und Adressen von ahnungslosen Unbeteiligten registriert wurden", sagte Dennis Grabowski, Geschäftsführer und Chefermittler bei naiin im pressetext-Gespräch. Die Rechnungen für den Domain-Kauf und Web-Speicherplatz wurden anschließend über deren Bankkonten per Überweisung beglichen, so Grabowski aus seiner Alltagsarbeit. Ihm seien etwa 200 bisher aufgetretene Fälle in Deutschland bekannt, doch könne man davon ausgehen, dass sich die Dunkelziffer in weit höheren Ausmaßen bewege.

"In Sachen Datensicherheit ist einfach noch viel zu wenig getan worden", meinte Grabowski auf Anfrage von pressetext. Im Umgang mit personenbezogenen Daten sei daher höchste Vorsicht angesagt. Vor allem sollten auch Unternehmen behutsam mit Daten umgehen und die Virenschutzprogramme sowie die Kunden immer auf dem neuesten Stand halten. naiin lehnt vor allem aus Gründen der Datensicherheit die auf europäischer Ebene diskutierte Einführung einer Vorratsdatenspeicherung ab.

Den größten Schaden richtet Internet-Kriminalität jedoch bei Unternehmen an. Auf bis zu umgerechnet etwa 425 Mrd. Euro schätzt die auf Computerkriminalität spezialisierte britische Beratungsagentur mi2g http://www.mi2g.com den Schaden, der jährlich durch Viren, gezielte Internetattacken, Phishing und Spam-Mails entsteht. Weltweit fanden im ersten Halbjahr 2005 laut IBM Global Security Index http://www.itsecurity.com/security.htm?s=6548 mehr als 237 Mio. Angriffe statt. Davon entfallen nach Angaben der Federal Trade Commission (FTC) http://www.ftc.gov bis zu 10 Mio. US-Bürger jährlich allein der neuen Kriminalitätsform Phishing zum Opfer. (Ende)



Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Christina Schürz
email: redaktion@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-305



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