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pte051221002 Unternehmen/Finanzen, Auto/Verkehr |
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China: Infrastrukturmängel bremsen Wirtschaftsboom
Schienen- und Straßennetz unterentwickelt - Kaum Zugriff auf digitale Daten
Kronberg
(pte/21.12.2005/06:05) -
Das Wachstum der boomenden chinesischen Industrie wird zunehmend durch die mangelnde Infrastruktur bedroht. Ihren Ausdruck finden die Infrastrukturmängel etwa im Bereich der chemischen Industrie. Hier haben sowohl chinesische Unternehmen als auch ausländische Hersteller aufgrund der weltweiten Nachfrage nach billigen Konsumgütern ihre Produktionskapazitäten massiv ausgebaut. Laut einer aktuellen Untersuchung des IT-Dienstleisters Accenture http://www.accenture.com halten aber trotz aller Investitionen weder die logistische noch die technologische Infrastruktur in China dieser Expansion auf Dauer stand.
"Der Boom der chemischen Industrie stellt eine gewaltige Herausforderung für die logistische Infrastruktur in China dar", meint etwa Robert Jung, Geschäftsführer im Bereich Chemicals bei Accenture. Mit der Nachfrage nach Konsumgütern steige auch die Nachfrage nach Kunststoffen. China deckt laut Studie bereits zwischen 15 und 40 Prozent des Weltbedarfs an wichtigen Thermoplasten und hat sich auch zu einem führenden Produzenten vieler Polymerprodukte entwickelt.
Darüber hinaus verteilt sich die petrochemische Industrie in China sehr viel stärker als etwa in den USA. Mit seinem im Vergleich zu anderen Industrieländern unterentwickelten Schienen- und Fernstraßennetz sowie der zersplitterten Logistikbranche kann China aber die steigenden Transportdistanzen kaum bewältigen, warnt Accenture. Zudem ist die Internetnutzung in den Unternehmen der Studie zufolge niedrig bis mittelfristig, der Zugriff auf digitale Daten also kaum möglich.
Für 37 Prozent der 200 von Accenture befragten Manager aus der chemischen Industrie ist die Steuerung der Logistik die drittgrößte Herausforderung für das Geschäft in China. Davor rangieren lediglich der Schutz geistigen Eigentums und der Umgang mit der lokalen Bürokratie. "Deutsche Chemieunternehmen, die sich auf dem chinesischen Markt engagieren oder dies planen, müssen sich auf schwierige logistische Bedingungen einstellen", so Jung. Er rät zu einem Distributionsplan und einem effizienten Lieferkettenmanagement.
(Ende)
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