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pte060803026 Medien/Kommunikation, Politik/Recht |
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Free-TV-Verschlüsselung: Bundeskartellamt überprüft Absprachen
Verzögerung der Einführung möglich
Luxemburg
(pte/03.08.2006/13:50) -
Die luxemburgerische Betreibergesellschaft der Astra-Fernsehsatelliten http://www.ses-astra.com/ will nun auch bisher kostenlose TV-Angebote verschlüsseln. Bereits gestern, Mittwoch, unterzeichnete Astra mit den deutschsprachigen Sendern von MTV Networks http://www.mtvnetworks.de und der RTL-Senderfamilie http://www.rtl-television.de Verträge zur Nutzung einer neuen digitalen Infrastruktur (pressetext berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=060802025). Ob nun die Verschlüsselung des TV-Angebotes wie geplant in der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres eingeführt werden kann, hängt von den Untersuchungsergebnissen des Bundeskartellamtes ab.
Irene Sewzcyk, Pressesprecherin des Bundeskartellamtes, erklärt, dass Untersuchungen bei Verschlüsselungsvorbereitungen des TV-Angebotes dann gemacht würden, wenn der Verdacht auf Kartellabsprache vorliege. "Wir werden überprüfen, ob gegen das Kartellrecht verstoßen wurde bzw. ob Astra sich mit RTL und PROSiebenSat.1 im Verschlüsselungsbereich abgesprochen hat", so Sewzcyk im pressetext-Interview. Laut ihren Angaben würden im Zuge der Untersuchungen Vertragsentwürfe und Unterlagen angefordert und geprüft.
Das ASTRA-Satellitensystem ist das führende System für den Direktempfang in Europa. Es versorgt über 107 Millionen Satelliten- und Kabel-Haushalte in Europa. Die ASTRA-Satellitenflotte besteht gegenwärtig aus 13 Satelliten, die mehr als 1.600 analoge und digitale Fernseh- und Radiokanäle bzw. Multimedia- und Internetdienste übertragen. SES ASTRA ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen von SES GLOBAL.
(Ende)
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