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pte061215027 Medien/Kommunikation, Computer/Telekommunikation |
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Europas IPTV kommt in Fahrt
"Amerika hinkt bislang noch hinterher"
Berlin
(pte/15.12.2006/13:25) -
IPTV kommt in Europa nach und nach in Fahrt. Ein Blick auf das Jahr 2006 zeigt, dass es in den vergangenen Monaten wichtige Fortschritte bei der Entwicklung von Internetfernsehen gegeben hat. Wie eine aktuelle Goldmedia/Screen Digest-Studie http://www.goldmedia.de belegt, liegt Frankreich derzeit europaweit voran. Auch künftig wird die Grand Nation gemeinsam mit Italien und Spanien die Führungsrolle bei IPTV behalten. "Deutschland und Großbritannien sind bislang noch hinten nach", sagt Studienautor Mathias Birkel gegenüber pressetext. Aber auch in diesen Ländern ist in Zukunft mit einer positiven Entwicklung zu rechnen. "In Großbritannien gibt es bereits einen sehr weit entwickelten Digital-TV-Markt, in Deutschland haben wir im internationalen Vergleich noch eine rückständige Breitbandpenetration", erklärt Birkel den Aufholbedarf.
Vergleicht man ganz Europa mit anderen Kontinenten, so zeigt sich ein durchaus gutes Bild. "Amerika hinkt bei IPTV bislang noch hinterher. Dort haben die Kabelbetreiber schon große Teile des Pay-TV-Marktes abgeschöpft", so Birkel. Trotzdem sei davon auszugehen, dass auch in den USA die Entwicklung nachziehen wird. Besonders weit voran ist hingegen Südkorea. "Das verwundert nicht, denn hier ist die Breitbandpenetration schon bei knapp 80 Prozent, so dass eine sehr große potenzielle Basis für IPTV-Services vorhanden ist."
Obwohl Großbritannien innerhalb Europas die älteste IPTV-Nation ist, kommt es lange nicht an den Spitzenmarkt in Frankreich heran. Dort konkurrieren mittlerweile schon fünf verschiedene Anbieter miteinander. Zum Ende dieses Jahres werden bereits 900.000 Haushalte IPTV nutzen und bis 2010 sollen es dann 3,5 Mio. sein. Die Prognose für Großbritannien liegt bei 1,34 Mio. und in Deutschland werden 2010 etwa 1,33 Mio. Haushalte über Internetfernsehen verfügen. Dass Frankreich in diesem Segment einen solchen Vorsprung hat, lässt sich leicht erklären: Im Gegensatz zu anderen Nationen spielt dort das Kabelnetz nur eine geringe Rolle und ist nur regional vertreten. Dadurch sind auch die Wettbewerbsbedingungen für IPTV-Dienste vorteilhafter als anderswo.
So sehr sich die Verbreitung von Land zu Land unterscheidet, so verschieden sind auch die einzelnen IPTV-Geschäftsmodelle. Manche Anbieter versuchen mit Komplettpaketen zu punkten, andere wiederum setzen auf Pay-TV und vermarkten über ihre Plattform auch Pakete anderer Contentlieferanten. "Die meisten international erfolgreichen Geschäftsmodelle basieren auf Pay-TV, dies wird sicherlich auch in Zukunft die größte Rolle spielen", meint Birkel gegenüber pressetext. Video on Demand und andere interaktive Services seien bislang eher Beiwerk, würden aber ebenfalls an Bedeutung gewinnen. Ein besonderes Modell biete BT Vision in Großbritannien. "Dieses verzichtet komplett auf Abogebühren und senkt damit natürlich die Schwelle für den Einstieg in die IPTV-Welt", so Birkel.
(Ende)
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