 |
Verwandte Meldungen |
|
|
|
 |
Weitere Meldungen |
|
|
|
 |
Sponsored Links |
|
|
|
 |
Werbung |
|
|
|
|
 |
 |
pte080313031 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen |
|
 |
Staatsfonds als Nutznießer der Krise auf dem Vormarsch
Bis 2018 mit Anstieg des Vermögens auf 10.000 Mrd. Dollar gerechnet
|
| Staatsfonds gewinnen weltweit an Einfluss (Foto: pixelio.de) |
|
Frankfurt am Main/Köln
(pte/13.03.2008/13:57) -
Staatsfonds als Retter in der Subprime-Krise greifen gebeutelten Großbanken wie Merrill Lynch, UBS oder Citibank kräftig unter die Arme, wodurch Experten einige Asset-Klassen beeinflusst sehen. Wie die Financial Times Deutschland heute, Donnerstag, berichtet, beläuft sich das von den global rund 40 bekanntesten Staatsfonds mittlerweile verwaltete Kapital auf etwa 3.100 Mrd. Dollar (2.100 Mrd. Euro). Damit verfügen die Überbrückungshelfer inzwischen über mehr als doppelt so viel Kapital wie alle Hedge Fonds der Welt zusammen. Angesichts des momentan bestehenden Finanzierungsbedarfs rechnen Experten damit, dass sich deren Einfluss binnen der kommenden zehn Jahre rasant auf 10.000 Mrd. Dollar ausdehnen könnte.
"Hält man sich die Milliardenabschreibungen renommierter Großbanken vor Augen, dann sind Staatsfonds im Grunde eher positiv als negativ zu bewerten. Schließlich tragen diese maßgeblich dazu bei, dass die notwendige Liquidität an den internationalen Finanzmärkten kurzfristig wieder hergestellt wird und so ein stabilisierender Effekt eintritt", meint Olaf Kayser, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg http://www.lbbw.de, im Gespräch mit pressetext. Ängste, dass ausländische Staatsfonds mit ihren Direktinvestitionen strategisch wichtige Branchen beispielsweise in Deutschland unterwandern und ihren Einfluss geltend machen könnten, entkräftete das Institut der deutschen Wirtschaft Köln bereits Ende 2007 (pressetext berichtete: http://pressetext.at/pte.mc?pte=071031036 ).
Für die Finanzwelt lange Zeit uninteressant, geraten Staatsfonds im Zuge der Abschreibungen durch die US-Krise vermehrt in den Betrachtungsfokus. Die Ankündigung Chinas, 200 Mrd. Dollar seiner Devisenreserven in einen eigens zu diesem Zweck gegründeten Fonds zu übertragen, sorgte international für Aufsehen. Der Fonds kam vor allem aus der Deckung, indem man sich noch vor dem Startschuss an der amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft Blackstone http://www.blackstone.com mit 9,9 Prozent stimmrechtsloser Aktien beteiligte. Fachleute sehen die Wachstumsaussichten von Staatsfonds vor allem in Emerging Markets, da diese rasch zunehmende Leistungsbilanzüberschüsse verbuchen. Auch dürfte der schwache Dollar die Regierungen dazu veranlassen, nach profitableren Optionen zu suchen.
Angesichts dieser Ausgangslage besitzen Staatsfonds immerhin fast ein Siebtel der weltweit in Investmentfonds verwalteten 21 Mrd. Dollar. Für viele Finanzexperten ergeben sich daraus weitreichende Konsequenzen für die internationalen Kapitalmärkte. Selbst Asset-Exoten wie liquide Blue Chips geraten in den nachfragebezogenen Blickpunkt von Staatsfonds, wobei davon ausgegangen wird, dass große, liquide Aktien kleinere Werte outperformen. Zudem sei es möglich, dass bei der Nachfrage nach Aktien und Renten gewichtige Veränderungen entstehen, meinen Insider. So könnte es mittel- bis langfristig entscheidend sein, ob eine Umschichtung der bereits in US-Treasuries investierter Mittel erfolgt oder ob Anlagen in Aktien aus einem neu akkumuliertem Kapital stammen.
(Ende)
|
|