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Religion macht glücklich
Gläubige kommen besser mit Arbeitslosigkeit oder Scheidung zurecht

Religiöse Menschen können besser mit Schocks umgehen und sind glücklicher (Foto: Pixelio, Löffler)
Paris/London (pte/20.03.2008/06:10) - Gläubige Menschen sind in ihrem Leben zufriedener und kommen leichter mit Schocks wie Jobverlust oder Scheidung zurecht. Die gesammelten Daten tausender Europäer lassen vermuten, dass Religion entscheidenden Einfluss auf das Glück eines Menschen haben könnte. Andrew Clark von der School of Economics in Paris und Orsolya Lelkes vom European Centre for Social Welfare Policy and Research nutzten Umfragen unter katholischen und evangelischen Christen, um deren Einstellung zu Zufriedenheit oder Themen wie Arbeitslosigkeit zu erkennen. Die Ergebnisse sprechen religiösen Menschen eine höhere Lebenszufriedenheit zu.

"Wir haben die Untersuchung ursprünglich gestartet, um herauszufinden, warum einige europäische Staaten großzügigere Sozialsysteme haben als andere. Unsere Analyse wies aber darauf hin, dass religiöse Menschen im Fall von Arbeitslosigkeit weniger psychologische Probleme hatten", so Forschungsleiter Clark gegenüber der BBC. Obwohl gläubige Menschen der Scheidung häufig besonders abgeneigt gegenüberstünden, hätte sich auch hier gezeigt, dass Christen mit der Trennung besser zurecht kommen würden. Religion übernehme eine gewisse Puffer-Funktion.

Die Art der Untersuchung schließt jedoch nicht aus, dass auch andere Faktoren wie Lebensstil, Erziehung, stabile Familienverhältnisse oder Beziehungen für das Ergebnis verantwortlich sind. Diese Einflüsse stünden nicht direkt mit dem Glauben in Verbindung, so der Forscher. Bereits frühere Studien haben versucht einen Zusammenhang zwischen Religion und Zufriedenheit herzustellen. "Die Ergebnisse passen zu anderen Untersuchungen, die vermuten lassen, dass Religion positive Effekt hat", so Leslie Francis von der Universität von Warwick. Er führt die höhere Zufriedenheit bei Gläubigen auf ein Gefühl von einem größeren "Sinn des Lebens" zurück.

Es gäbe jedoch auch andere Ansichten, die Religion mit Selbstzweifel und Versagen in Verbindung setzten. "Der Glaube, dass Religion den Menschen schadet, haben viele Menschen im Hinterkopf", so Francis. Terry Sanderson von der britischen National Secular Society, welche die Interessen von Atheisten und Agnostikern vertritt, hält die Studie für bedeutungslos. "Ungläubige können sich nicht einfach dem Glauben zuwenden, um glücklich zu werden", so Sanderson. Wenn man religiöse Behauptungen unglaubwürdig fände, würde man sich auch nicht von Versprechungen der persönlichen Erfüllung überzeugen lassen. (Ende)



Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Georg Eckelsberger
email: eckelsberger@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-316



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