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pte080416013 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen |
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Subprime schlägt bei Merrill Lynch und Washington Mutual zu
Banken schreiben erneut bis zu neun Mrd. Dollar ab
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| Washington Mutual und Merrill Lynch schreiben erneut Milliarden ab (Foto: wamu.com) |
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Washington/New York
(pte/16.04.2008/11:27) -
Die seit bald einem Jahr anhaltende Kreditkrise im Subprime-Segment hat in der US-Investmentbank Merrill Lynch und der größten US-amerikanischen Sparkasse Washington Mutual erneut zwei Opfer für Milliardenabschreibungen gefunden. Merrill Lynch erwartet Abschreibungen von bis zu acht Mrd. Dollar und wird diese morgen, Donnerstag, bekannt geben, wie das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise berichtet. Bei der Investmentbank setzen sich die Verluste damit in mehrfach gewohnter Höhe fort (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=071221025 ). "Dies stellt eigentlich keine Überraschung dar und war durchaus zu erwarten. Abschreibungen in Höhe zwischen sechs und acht Mrd. Dollar liegen im Bereich des Möglichen", erklärt RZB-Analyst Johannes Mattner im Gespräch mit pressetext. Dagegen erscheinen die bei der Washington Mutual anfallenden Verluste mit 1,14 Mrd. Dollar vergleichsweise gering.
Die Sparkasse begründet ihr enttäuschendes, wenngleich von Analysten erwartetes Quartalsergebnis mit steigenden Kreditausfällen. Die Anzahl an Schuldnern, die eine Tilgung ihrer Darlehen auf Immobilien nicht mehr ausreichend gewährleisten können, befinde sich in einem starken Anstieg. Dies habe sich entsprechend auf das Institut ausgewirkt und einen Verlust je Aktie in Höhe von 1,4 Dollar nach sich gezogen. Dem Ergebnis steht ein Gewinn von 0,86 Dollar im Vorjahreszeitraum gegenüber. Im Gesamtjahr 2007 hatte die Bank einen Gewinn über 784 Mio. Dollar verzeichnet, obwohl sie im Schlussquartal bereits Abschreibungen in Höhe von 1,87 Mrd. Dollar verbuchte. Die Anleger reagierten trotz des schwachen ersten Quartals überraschend positiv, worauf der Washington-Mutual-Aktienkurs im nachbörslichen Handel um über drei Prozent auf 10,82 Dollar stieg.
Merrill Lynch kommt mit den erwarteten sechs bis acht Mrd. Dollar schweren Wertminderungen in Summe bereits auf Abschreibungen in Höhe von mehr als 30 Mrd. Dollar seit Oktober. Damit legt die Bank eine ungebrochene Verluststrecke über drei Quartale hin. "Ein wesentlicher Faktor ist, dass die Krise nicht nur den Bereich Subprime betrifft. In der Investmentsparte der Banken ist das Misstrauen untereinander stark gestiegen, was sich mitunter in Verbriefungsgeschäften zeigt. Das gegenseitige Vertrauen hat enorm gelitten und die hohen Refinanzierungskosten stellen ein signifikantes Problem dar", so Mattner im pressetext-Gespräch. Als Reaktion auf die Durststrecke wird Merrill Lynch Kosteneinsparungsmaßnahmen ergreifen, die Stellenstreichungen mit einschließen. In schwachen Geschäftsbereichen wie mit verzinslichen Wertpapieren werden zehn bis 15 Prozent der bestehenden Arbeitsplätze gekürzt.
(Ende)
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