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HSH Nordbank schreibt weitere 500 Mio. Euro ab
Zusammenbruch von Lehman Brothers drückt auf deutsche Landesbank

HSH Nordbank im Sog der Krise (Foto: hsh-nordbank.de)
Hamburg (pte/24.09.2008/11:34) - Im Zuge der Finanzmarktkrise steht die HSH Nordbank http://www.hsh-nordbank.de vor weiteren Abschreibungen von einer halben Mrd. Euro. Die bisherigen Belastungen für das Institut summieren sich damit bereits auf über 2,3 Mrd. Euro. Wie die Nordbank heute, Mittwoch, mitteilt, wurde die Landesbank von Geschäften mit der US-Investmentbank Lehman Brothers belastet, deren Pleite in der vergangenen Woche die Finanzbranche weltweit erschütterte (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080915015). Rund 120 Mio. Euro an Abschreibungen seien auf das Lehman-Debakel zurückzuführen. Die Nordbank hatte angesichts ständiger Belastungen ein intensives Spar- und Restrukturierungsprogramm angekündigt.

„Die Finanzkrise ist mit Sicherheit keine Krise der Landesbanken“, meint Stefan Marotzke, Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands http://www.dsgv.de, im Gespräch mit pressetext. So komme die deutsche Finanzlandschaft besonders im Vergleich zu den USA oder auch Großbritannien bisher relativ glimpflich davon. Angaben der Nordbank zufolge sei es aktuell dennoch unmöglich, eine seriöse Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr abzugeben. Damit sei ungewiss, ob die Anteilseigner, darunter die Stadt Hamburg mit einer Beteiligung von 30,4 Prozent und das Land Schleswig-Holstein mit 29,1 Prozent, eine Dividende erwarten könnten.

„Die Krise auf den internationalen Finanzmärkten hinterlässt natürlich auch
in Deutschland ihre Spuren“, erklärt Marotzke. Dennoch seien die Risiken auch nach den Turbulenzen bei diversen US-Investmenthäusern verkraftbar. Die Sparkassen hierzulande hätten jedoch ein begründetes Interesse daran, dass die Landesbanken Kapazitäten zusammenlegen. „Es ist davon auszugehen, dass etwa die Landesbank Baden-Württemberg und die Bayerische Landesbank nach der Landtagswahl in Bayern ihre Konsolidierungsgespräche wieder aufnehmen werden“, so Marotzke gegenüber pressetext. Der Druck zur Zusammenlegung von Kapazitäten würde durch die Finanzkrise eher beschleunigt.

„Die Zuspitzung der Finanzmarktkrise veranlasst die HSH Nordbank, auch zwischen den üblichen Berichtsterminen die Öffentlichkeit über die aktuelle Entwicklung ihres Wertpapierportfolios zu informieren“, schreibt das Institut. Für die Belastungen seien ausschließlich die weiter gesunkenen Bewertungen der Wertpapierportfolien aufgrund der Bankenkrise ausschlaggebend. Allerdings seien diese Abschreibungen nicht mit Verlusten zu verwechseln. „Basis der Wertberichtigungen sind die jeweils aktuellen Marktpreise der Wertpapierportfolien. Bei einer Erholung der Märkte ist ein beachtliches Wertsteigerungspotenzial vorhanden“, so die HSH Nordbank. Im ersten Halbjahr musste das Haus bereits Wertberichtigungen in Höhe von 511 Mio. Euro hinnehmen, konnte aber dennoch einen Konzernüberschuss von 129 Mio. Euro erwirtschaften. (Ende)



Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Manuel Haglmüller
email: haglmueller@pressetext.com
Tel. +43-1-811-40-315



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