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pte080924024 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen |
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Deutsches Geschäftsklima rutscht in den Keller
Rezession steht kurz bevor - Weiterer Abschwung befürchtet
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| Wirtschaftsklima trübt sich immer mehr ein (Foto: pixelio.de, tommyS) |
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München/Stuttgart/Frankfurt
(pte/24.09.2008/12:30) -
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September weiter deutlich eingetrübt. Vor allem aufgrund der internationalen Finanzmarktturbulenzen sind viele Mittelständler mit ihrer aktuellen Geschäftslage sehr viel unzufriedener als noch im Vormonat. Dies ist das Fazit des heute, Mittwoch, vom Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) vorgelegten Ifo-Geschäftsklimaindex. Die Wirtschaftswissenschaftler kommen bei der Auswertung der Daten sogar zu dem ernüchternden Ergebnis, dass viele der insgesamt 7.000 Firmen so skeptisch in die Zukunft blicken wie seit Anfang 1993 nicht mehr. Dies verdeutlichen die Indexzahlen, da das Klima von 94,8 Punkten im August auf nur noch 92,9 Zähler abgesunken ist. Obwohl der weitere Abstieg des Indikators überraschend schlecht ausfällt, reagiert die Börse gelassen.
"Derzeit befinden wir uns in Deutschland zwar noch nicht in einer Rezession, dennoch ist die Dynamik, mit der sich der Abschwung gegenwärtig abzeichnet, sehr besorgniserregend", sagt Gernot Griebling, Ökonom bei der Landesbank Baden-Württemberg http://www.lbbw.de, im Gespräch mit pressetext. Laut dem Fachmann seien die Arbeitsmarktdaten zwar positiv, dies ändere aber nichts an dem Umstand, dass auch im dritten Geschäftsquartal 2008 eine negative Wirtschaftsentwicklung in der Bundesrepublik bevorsteht. Die Sorgen bestätigen sich darin, dass der Ifo-Index bereits zum vierten Mal in Folge sinkt. Obwohl die deutsche Konjunktur zu kämpfen hat, rechneten die Insider lediglich mit einem Rückgang auf nur 94,1 Punkte.
Vor allem die Stimmung in der Chefetage ist damit so schlecht wie seit gut drei Jahren nicht mehr. Wegen den Finanzmarktumbrüchen der vergangenen Tage (pressetext berichtete: http://www.pte.ch/pte.mc?pte=080916038) sind viele Unternehmer zum Teil stark verunsichert. Trotzdem gehen die Münchner davon aus, dass sich die Stimmung noch weiter absenken wird. Schließlich sind 60 Prozent der Umfrageantworten vor dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers eingegangen. Dennoch äußerten sich die Experten bislang noch nicht dazu, ob die späteren Antworten pessimistischer gewesen seien. "Der Ifo-Geschäftsklimaindex setzt seinen Abwärtstrend mit Riesenschritten fort", sagte auch Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.
So müsse sich die EZB weiter bemühen und über eine Zinssenkung nachdenken, meinen die Fachleute. Schließlich würden niedrigere Zinsen die Investitionsbereitschaft ankurbeln und somit das wirtschaftliche Wachstum stärken. "In Deutschland besteht nach wie vor keine Kreditklemme. Mit einer EZB-Maßnahme ließen sich eher die Finanzmarktbedingungen verbessern", fügt Griebling auf Nachfrage von pressetext hinzu. Dennoch bleibt die Situation vor allem im Handel weiter schwierig, da auch die auf den Export fokussierten Unternehmen mittlerweile deutlich geringere Chancen haben, ihre Produkte am Weltmarkt zu platzieren. An der Frankfurter Börse blieb der Stimmungsindikator zunächst unbeachtet. "Hier wartet alles auf die US-Eröffnung", zitiert die Süddeutsche Zeitung einen Analysten.
(Ende)
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