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pte081105033 Handel/Dienstleistungen, Unternehmen/Finanzen |
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Insolvenzwelle überrollt Autohändler
Deutschlandweit sind allein 2008 rund 1.000 Händler von Pleite bedroht
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| Absatzkrise erfasst Autohandel (Foto: pixelio.de, Mariocopa) |
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Bonn
(pte/05.11.2008/12:56) -
Die Absatzkrise bei Automobilen hat nach den Herstellern auch die Händler erfasst. Allein in diesem Jahr soll die Zahl der deutschlandweit 20.000 Autohändler um rund 1.000 schrumpfen, befürchtet der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) http://www.kfzgewerbe.de. Damit würde es 2008 zu sechs Prozent mehr Pleiten kommen als im Vorjahr. Die einbrechende Nachfrage am Automobilmarkt wird Experten zufolge jedoch zu einem länger anhaltenden Abschwung in dem Sektor führen und kann im kommenden Jahr noch weitaus tiefgreifendere Folgen nach sich ziehen. Wie bei den Autobauern - so hatten etwa Daimler, VW, BMW, Ford, Opel, Renault oder auch Peugeot zumindest vorübergehende Produktionsanpassungen und -stopps angekündigt oder bereits vorgenommen (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=081025001) - äußert sich die weltweite Absatzkrise auch bei den Händlern markenunabhängig.
"Die Marktentwicklung der Automobilbranche befindet sich etwa seit Jahresmitte in einem deutlichen Abschwung. Dieser wird zumindest bis zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 2009 anhalten", prognostiziert Georg Stürzer, Analyst der HypoVereinsbank http://www.hvb.de, im Gespräch mit pressetext. Der harte Wettbewerb in dem umkämpften Markt besteht jedoch auch zu Zeiten einer "gesunden Wirtschaft", weshalb der Großteil der Unternehmen nicht über die angesichts der Krise notwendigen Reserven verfügt. "Der Autohandel operiert schon seit Jahren am Existenzminimum", wird Matthias Bentenrieder, Partner bei der Unternehmensberatung Oliver Wyman, von der Financial Times Deutschland zitiert. Dementsprechend seien Maßnahmen vonseiten der Hersteller notwendig, um ihre Vertriebspartner zu stützen. So rechnet der ZDK mit einer weiter sinkenden Umsatzrendite von 0,6 auf 0,4 Prozent.
Während Mercedes und VW bereits Mio.-schwere Hilfsprogramme in Form von Finanzierungshilfen und Marketingzuschüssen zugunsten der Händler geschnürt haben, bereitet auch die Bundesregierung im Zuge der Konjunktur-Stützungsmaßnahmen ein Paket zur Stabilisierung des deutschen Automobilhandels vor. Die angekündigte befristete Steuerbefreiung für schadstoffarme Neufahrzeuge sei als positives Signal zu werten, meint der ZDK. Verbraucher dürfen sich angesichts der Krise auf Schnäppchenpreise und Sonderkonditionen etwa bei Leasingraten oder der Kreditfinanzierung freuen. Aus der Rabattschlacht werden die Händler aufgrund der deutlich schrumpfenden Gewinnspanne jedoch als Verlierer hervorgehen.
(Ende)
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