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pte081107011 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen |
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Deutsche Post: US-Geschäft zunehmend unter Druck
Kooperation mit UPS verzögert sich zumindest bis Jahresende
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| US-Geschäft der DHL gerät zunehmend in Schieflage (Foto: Deutsche Post AG) |
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Bonn
(pte/07.11.2008/11:35) -
Die Sanierungsfortschritte des schwer angeschlagenen US-Geschäfts der Deutschen Post http://www.deutschepost.de sind deutlich im Verzug. Zwar soll Konzernchef Frank Appel zu Beginn der kommenden Woche einen verschärften Sparkurs bekannt geben. Eine endgültige Kooperationsvereinbarung mit dem Versanddienstleister United Parcel Service (UPS) sei bis dahin jedoch noch immer nicht zu erwarten. "Das dürfte noch bis zum Jahresende dauern", wird ein Postmanager von der Financial Times Deutschland (FTD) zitiert. Die erwarteten Verluste der nordamerikanischen Post-Express-Tochter DHL könnten sich zudem noch ausweiten.
Aufgrund einer dürftigen Geschäftsentwicklung und hoher Kerosinpreise sowie der konjunkturellen Turbulenzen hatte DHL bereits im Sommer einen schockierenden Ausblick auf das Gesamtjahr gegeben. Vorstandschef Appel bezifferte die erwarteten Verluste mit satten 1,3 Mrd. Dollar (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080915035). Aufgrund schlechter laufender Geschäfte als ursprünglich angenommen, könne sich die Summe nun noch weiter erhöhen, berichtet die FTD. Über eine schon im Mai dieses Jahres getroffene Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit dem Konkurrenten UPS wird angesichts der zunehmend schwierigen Lage, in der sich DHL befindet, weiterverhandelt.
Um den gesamten Lufttransport in den USA abgeben zu können, wollte die Deutsche-Post-Tochter ursprünglich über einen Zeitraum von zehn Jahren eine Mrd. Dollar jährlich an UPS zahlen. Der Sanierungskurs der DHL soll sich nun jedoch auf weitere Kerngeschäftsbereiche ausweiten. So wolle der Kurierdienst nun auch den Transport mit eigenen LKWs und Kurierfahrzeugen beinahe zur Gänze aufgeben, was einem annähernden Totalrückzug aus dem US-Geschäft nahe käme. Vorerst sei zumindest eine Einschränkung eigener Dienste auf wenige US-Ballungszentren geplant.
Der harte Sparkurs der Post-Tochter geht mit Tausenden Stellenstreichungen einher. Allein durch die Schließung des größten DHL-Luftdrehkreuzes in Wilmington/Ohio gehen rund 8.200 Arbeitsplätze verloren. Darüber hinaus erwäge die Deutsche Post jedoch auch außerhalb der USA Kürzungen. Dies sei etwa in der Bonner Konzernzentrale der Fall, in der es zu einem Postenabbau im vierstelligen Bereich kommen soll.
(Ende)
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