 |
Verwandte Meldungen |
|
|
|
 |
Weitere Meldungen |
|
|
|
 |
Sponsored Links |
|
|
|
 |
Werbung |
|
|
|
|
 |
 |
pte081210027 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen |
|
 |
Gastro-Branche steckt in Job-Verlustzone fest
US-Gastgewerbe erlebt längste Periode des Beschäftigungsrückgangs
|
| Rezession führt Gastgewerbe zu Job-Kahlschlag (Foto: pixelio.de, Uwe Steinbrich) |
|
New York/Frankfurt
(pte/10.12.2008/13:47) -
Der anhaltende wirtschaftliche Ausnahmezustand hat das Gastgewerbe mit voller Wucht erfasst. Sowohl Lokale, Gaststätten und Hotels wie auch Bars oder Restaurant-Ketten spüren die Konsumflaute unmittelbar. Dabei steht besonders Hotelbetreibern aufgrund der erwartet rückläufigen Ausgaben im Urlaubsgeschäft noch ein heißer Sommer bevor. Während die Umsätze im Gastgewerbe fallen, steigen die Kosten der Betriebe rapide an und Verbraucher geben analog zu ihrer eigenen finanziellen Situation weniger in der Gastronomie aus. In den USA hat der Job-Kahlschlag der vergangenen fünf Monate bereits zur längsten anhaltenden Periode des Beschäftigungsrückgangs geführt.
"Das Gastgewerbe spürt die Rezession sehr deutlich. Die Unternehmen haben darauf reagiert und versuchen nun Kosten zu sparen", erklärt Andreas Jörg Scheuerle, Leiter Sachgebiet Europäische Konjunktur und Branchenanalysen bei der DekaBank http://www.dekabank.de, im Gespräch mit pressetext. Selbst in saisonalen Hochzeiten der Gastronomie setze sich der Sparkurs der Betriebe fort. So werde derzeit beispielsweise massiv an üblichen Dezember-Veranstaltungen gespart. In Deutschland verzeichnet etwa Brandenburg im dritten Quartal deutlich rückläufige Umsätze gegenüber dem Vorjahr. Dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg zufolge knickte der Umsatz im Gastgewerbe real, unter Ausschluss von Preisveränderungen, um 8,1 Prozent ein. Ebenso gingen Vollzeit-Arbeitsplätze mit minus 8,1 Prozent sowie die Zahl der Beschäftigten mit minus 5,7 Prozent zurück.
Einen wesentlichen Anteil an den Rekord-Jobverlusten in den USA haben Ketten wie etwa Starbucks, die bereits im Sommer den Abbau von 12.000 Arbeitsplätzen bekannt gab. Die Kaffeehauskette hat zudem Sparmaßnahmen für den westeuropäischen Markt angekündigt, wo die Standortexpansion gedrosselt werden soll (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=081111019). "Die Konsumenten überlegen sich in finanziell schwierigen Situationen sehr genau, wo sie Geld ausgeben und wo sie es zusammenhalten", meint Scheuerle gegenüber pressetext. Bei notwendigen Verbrauchsgütern und in Bereichen wie etwa Energie seien Einsparungen nur bedingt möglich. Dafür nötige Mittel würden hingegen im Gastgewerbe gespart. Seit Juni musste die mit noch 9,76 Mio. Jobs äußerst wichtige Wirtschaftsbranche in den USA allein bei Restaurants und Bars rund 66.500 Arbeitsplätze abbauen.
(Ende)
|
|